Obwohl die historischen Angaben zu diesem Schloss und seinen Eigentümern sehr dürftig sind, konnten Experten, anhand Angaben von Personen, die für die Grafen gearbeitet hatten, einen Teil der Geschichte wiederherstellen. Heute ist bekannt, dass das Rittergut in Suhopolje, von Graf Ivan Nepomuk Janković von der Hofkammer, am Ende des 18. Jahrhunderts, gekauft wurde. Das genaue Jahr ist nicht bekannt. Ivan Janković kaufte ein vollkommen erbautes Gut mit einer Reihe von Wohn-, Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäuden, welches im Jahr 1775. vollendet wurde. Das Rittergut hatte vorerst einen größtenteils wirtschaftlichen Wert, wobei der Graf angeblich nicht öfters anwesend war. Aber er erbaute eine großartige klassizistische Kirche, welche die Ortschaft Suhopolje geformt hat. Im Jahr 1816. wurde die Kirche der hl. Teresa gewidmet, ein Jahr später wurde in ihr Ivan Janković begraben und einige Jahre später auch seine Frau Terezija, geb. Püchler. Ivan wurde von seinem Sohn Stjepan nachgefolgt, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Graf Elemir der neue Nachfolger. Er machte einen Heiratsantrag einer ungarischen Adligen, diese aber lehnte ihn ab, nachdem sie die Räume gesehen hat, in denen er gelebt hatte. Sie sagte, dass es sich um ein einfaches Feld handelt. Um seine zukünftige Frau zufriedenzustellen, erbaute der junge Graf, neben dem bestehendem Gebäude, noch weitere, als Teil des Schlosshofes. Damals wurde auch der Park fertiggestellt, und zwar mithilfe von schon ausgewachsenen Jungpflanzen, um so üppig wie möglich aussehen zu können.

Nach mündlicher Übertragung, besaß die Familie auch eine Menagerie, beziehungsweise ein Jagdrevier in Odboj bei Bjeljevina. Dort bat Graf Elemir seinen Vater Aladar um Erlaubnis, die Tochter des Verwalters Ilka heiraten zu dürfen. Aladar gab ihm die Erlaubnis erst, nachdem er ihn vor allen ausgepeitscht hatte.

Obwohl Elemir am Anfang sehr in Ilka verliebt war, erniedrigte er sie später wegen ihrer Herkunft. Ilka, hingegen, konnte aber äußerst rachsüchtig sein. Nachdem er ihr, bei einem Mittagessen, absichtlich eine wunderschöne weiße Spitzenbluse mit Spinat verschmutzt hatte, verbot sie ihm Zugang zu ihren Räumlichkeiten einen Monat lang. Die Gräfin starb im Jahr 1907., ihr zur Ehre errichtete Elemir eine Kapelle und Grabstätte. Sie hatten zwei Söhne. Einer nannte sich Andrija, der andere verstarb, nachdem er aus einem Fenster gefallen ist.

Während Elemir seriös und anständig war, hatte sein Sohn Andrija einen vollkommen anderen Charakter. Er war launisch und liebte es Spaß zu haben. Es sprach sich herum, dass er seinen Hut zu Hause liegen lassen würde, um seine Frau zu täuschen, heimlich aber durch das Fenster entkommen würde und zu seiner Liebhaberin eilen würde. Mit einer Jungfer, namens Irena, hatte er ein Kind, um den Grafen die Ehre zu retten, musste einer der Hofdiener sie heiraten.

Der Graf Elemir war bei hervorragender Gesundheit. Im Winter würde er sich nackt im Schnee walzen und danach sich ins Bett legen. Er starb 1917., den Grundbesitz erbte sein Sohn Andrija, dieser wiederum verbrachte aber mehr Zeit auf seinen Besitzen in Ungarn.

Nach der Nationalisierung im Jahr 1918., verließ Graf Andrija Suhopolje und der Verwalter des Grundbesitzes Janković zog in das Schloss ein. In seiner reichen Geschichte wechselte das Schloss, außer den Eigentümern, auch seinen Verwendungszweck. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden hier russische Flüchtlinge untergebracht, von 1943. bis 1960. diente das Schloss als Kinderheim für Kriegswaisen. Von 1964. bis 1973. befanden sich dort ein Kindergarten, Grundschule sowie Wohnungen.

Plemićka obitelj Janković

Im Gebiet Slawoniens besaßen zwei Adelsfamilien, mit gleichen Nachnamen, Grundbesitze: Janković von Daruvar und Janković von Bribir und Voćin. Am Ende des 18. Jahrhunderts gelang das Rittergut Voćin in den Besitz der Adelsfamilie Janković von Bribir (Jankovich de Pribért).

Die Familie Janković von Bribir und Voćin (Jankovich de Pribérd et Vuchin) ist ein angesehenes kroatisch-ungarisches Adelsgeschlecht. Mit der Charta des Königs Ferdinands III. vom 20. Februar 1642. wurde der Familie der Adelsstand und das Wappen bestätigt sowie die Schenkungsurkunde für verschiedene Grundbesitze aus dem Jahr 1262.

Im Rittergut der Familie Janković wurden Weizen, Mais, Wein, Brenn- und Bauholz produziert. In Rezovačke Krčevine wurden etwa dreißig Morgen an Weinbergen kultiviert. Elemir von Janković in Suhopolje und Aladar Graf Janković in Cabuni waren in der Pferdezucht bekannt. Diese Pferdeställe sind die ältesten in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, ausschließlich der Pferdeställe der Abtei der Zisterzienser aus Elöszállás in der Gespanschaft Stuhlweißenburg, welche am Anfang des 17. Jahrhunderts gegründet wurde. Aladar war über zwanzig Jahre lang der Vorsitzende des Vorstandes für Pferdezucht der Gespanschaft Virovitica.

Des Weiteren umfassten die Rittergüter in Suhopolje und Cabun bedeutsame Waldflächen. Im Jahr 1894. lagen sie anhand des Waldanteils in der Gruppe von 5000 bis 10 000 Morgen. Die Rittergüter Gradina und Lukač besaßen von 1000 bis 5000 Morgen Wald. Das Abholzen sowie die Umwandlung von Waldflächen in Ackerland und Wiesen beschleunigten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und brachten den Eigentümern große Umsätze.

Am Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts, wurde im Gebiet der Gespanschaft Virovitica die Jagd modernisiert, die Jagdreviere wurden begrenzt und mit Futterstellen und Tränken ausgestattet. Der Graf Elemir Janković in Suhopolje besaß das modernste Jagdrevier und eine besondere Menagerie. Das Jagdrevier umfasste 1907. etwa 80 Morgen und war umzäunt.

Am Ende des 19. Jahrhunderts gliederte sich das Adelsgeschlecht Janković in drei Familien: Elemir Janković (Jankovics – Bészán) aus Suhopolje; Gejza Géza Janković aus Lukač (Sohn von Josip und Matilda) und Aladar Janković aus Cabun.

Der Großteil der Nachkommen der Familie Janković von Bribir und Voćin lebt heute in Ungarn.

Für den Inhalt dieser Web-Seite ist ausschließlich der Tourismusverband der Gespanschaft Virovitica-Podravina verantwortlich, dieser stellt in keinster Weise die Position der Europäischen Union dar.

Die Erstellung dieser Web-Seite wurde kofinanziert seitens der Europäischen Union mit Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

www.strukturnifondovi.hr

https://strukturnifondovi.hr/eu-fondovi/esi-fondovi-2014-2020/op-konkurentnost-i-kohezija/